Einbrüche 2016 - aktuelle Statistiken

Die stetig zunehmende Zahl an Einbrüchen ist auch darauf zurückzuführen, dass immer mehr Einbrecher auf modernste Technologien setzen, während die Hausbesitzer und Mieter hinterherhinken. Ihre Fenster und Türen sind oftmals nicht ausreichend abgesichert und die vorhandene Sicherheitstechnik reicht nicht aus, um potentiellen Einbrechern ein Bein zu stellen. Die aktuellen Zahlen belegen ganz deutlich, dass es Einbrecher in Deutschland bisweilen einfach zu leicht haben.

 

Warum viele Wohnräume nicht ausreichend abgesichert sind

 

Dass viele Mieter und Hausbesitzer nicht auf einen besseren Schutz umsteigen, mag nicht nur an den Kosten liegen. Vielmehr haben es gerade Mieter beim Einbau neuer Sicherheitstechnik schwer, da sie von umfangreichen Rückbaupflichten betroffen sind. Sie müssen für die Sicherheitstechnik nicht nur aufkommen, sondern sich auch fragen, ob sich dieser Aufwand wirklich lohnt. Immerhin kann kein Mieter mit 100-prozentiger Sicherheit sagen, wie lange er oder sie noch in seiner oder ihrer Mietwohnung wohnen wird. Beim Auszug muss die eingebaute Sicherheitstechnik dann mühsam entfernt werden. 

 

Die Einbruch-Bilanz der Vorjahre

 

Wer sich mit der Einbruch-Bilanz der letzten Jahre eingehend beschäftigt hat, wird jedoch unschwer erkennen können, dass ein ausreichender Schutz der eigenen Besitztümer heutzutage wichtiger denn je ist. Während den Versicherern im Jahr 2010 noch 120.000 versicherte Einbruch-Delikte gemeldet wurden, stieg diese Zahl bis zum Jahr 2015 auf 160.000 Vorfälle an.

 

Das entspricht einer Schadenssumme, die zwischen 2010 und 2015 von 350 Millionen Euro auf gut 530 Millionen angestiegen ist, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilte. Im Jahr 2015 gab die Polizei sogar bekannt, dass es sich bei 40 Prozent aller Straftaten aus dem Vorjahr um Einbrüche gehandelt habe. Bereits damals hatten die Wohnungseinbruchsdiebstahle einen neuen, traurigen Höchststand erreicht und ein Ende dieses Trends scheint auch 2017 bisher leider nicht in Sicht zu sein.

 

Öffentliche Förderung von Einbruchschutzmaßnahmen

 

Angesichts dieser dramatischen Statistiken ist es nicht weiter verwunderlich, dass immer mehr öffentliche Fördermittel speziell für Einbruchschutzmaßnahmen zur Verfügung stehen. Damit möglichst viele Verbraucher Einbrechern von Anfang an die rote Karte zeigen und diese in ihre Schranken weisen können, kann ein entsprechender Zuschuss zum Beispiel bei der KfW beantragt werden. Dieser könnt auch für dich als privater Wohneigentümer interessant sein. Immerhin steht diese Förderung nicht nur für Neubauten, sondern auch für bestehende Wohngebäude zur Verfügung, so dass du dein Privateigentum auf Wunsch nachträglich besser absichern kannst.

 

Damit diese Förderung bewilligt werden kann, müssen jedoch technische Mindestanforderungen erfüllt werden. Bevor du dich für den Einbau kostspieliger Sicherheitstechnik entscheidest, kann es daher ratsam sein, erst einmal abzuwarten, ob der Zuschuss von KfW am Ende tatsächlich bewilligt wird oder du die Kosten doch selbst tragen musst. Eine Förderung von bis zu 1.500 Euro pro Wohneinheit ist aktuell möglich. Diese kann flexibel mit weiteren Fördermitteln kombiniert werden.

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